Bevor Sie sich zur Adoption eines Tieres entschliessen, bitten wir Sie, sich diese Seite noch einmal in Ruhe durchzulesen. Im Sinne der Tiere, bitte überlegen Sie sich genau, wieviel Mühe und teilweise Arbeit man in ein Tier investieren muss, um den Freund und Gefährten zu haben, den man sich auch wünscht. Denken Sie daran, dass ein Hundeleben im Durchschnitt 12-15 Jahre lang ist.

Oft werden wir zunächst mit lapidaren Fragen bombardiert. Auf den Zentimeter genau will man die Größe des Hundes wissen, wie hoch die Schutzgebühr ist, wie lang das Fell ist, welchen Charakter das Tier hat, ob es verträglich ist oder ob man etwas über die Vorgeschichte weiß. ALLES, was wir über die Hunde wissen, steht auch in den Beschreibungen, die zugegebener Maßen auch manchmal recht dürftig sind. Die Tierschützer vor Ort haben oft mehr als 30 Tiere zu versorgen, kümmern sich auch noch um die, die noch in den Perreras sitzen, und haben verständlicherweise für solche unwesentlichen Dinge - wie die Länge des Fells abzumessen- keine Zeit. Künftig werden wir auch auf solche Mails nicht mehr antworten und bitten um Verständnis.


  • Wie vermitteln wir ?

Wir vermitteln ausschliesslich mit Schutzvertrag, einer Schutzgebühr und nach eines evtl. vorhergehenden Besuches eines Tierschützers bei Ihnen (einer sog. Vor- oder Platzkontrolle), sofern Sie keine Möglichkeiten haben, sich persönlich bei uns vorzustellen. Dies hat aber nichts mit Spionage oder ähnlichem zu tun; wir wollen so sicher gehen wie nur irgend möglich, dass der Hund in seinem neuen Zuhause auch “lebenslänglich” bekommt und Hund und Mensch auch zusammen passen. Dazu sind viele Fragen abzuklären und ein Besuch im künftigen Heim manchmal einfach auch notwendig. Sind Gespräche, Umfeld und Bedingungen abgeklärt und für positiv befunden, dürfen Sie Ihren Schützling gegen Schutzvertrag und Schutzgebühr mit nach Hause nehmen.

Hauptsächlich kümmern wir uns um Hunde im südeuropäischen Ausland. Informieren Sie sich bitte deshalb VOR einer Anfrage ausführlich auf unseren Seiten darüber.
Auch wenn ein in Spanien gemachter Mittelmeertest negativ ausfällt, heißt das nicht, dass der Hund nicht doch erkrankt ist. Sollten Sie hierzu noch Fragen haben, werden wir diese gerne per mail beantworten.

Wenn wir die Charaktereigenschaften solcher Hunde nicht genau kennen, machen wir in der Regel keine Direktvermittlung, d.h. sollten Sie einen Hund aus einer Tötung adoptieren wollen, werden Sie zunächst mal als Pflegestelle mit Option auf Adoption fungieren. Sie bekommen von uns einen Pflegevertrag für “Ihren” Hund, den Sie in jedem Fall bis zu seiner Vermittlung behalten werden. Während dieser Pflegezeit ist der Hund über unseren Verein haftpflichtversichert und wird nach Absprache tierärztlich auf unsere Kosten versorgt. Die Pflegestelle sollte aber für die Futterkosten aufkommen können. So können Sie sich in Ruhe aneinander gewöhnen, kennenlernen, sehen, ob sie auch zusammenpassen und wenn Sie sich dann sicher sind, haben Sie selbstverständlich die erste Möglichkeit, “Ihren” Hund für immer zu behalten und gegen Schutzvertrag und Schutzgebühr zu adoptieren.

Diese Hunde sind zwar erstversogt (entwurmt, entfloht, geimpft, gechippt), dennoch ist nicht ausgeschlossen, dass sie weitere antiparasitäre Behandlungen brauchen.


  • Schutz-/Pflegevertrag und Schutzgebühr

Mit den Schutz- und Pflegeverträgen soll in erster Linie verhindert werden, dass die Hunde nicht weiterverkauft werden, nicht in deutschen Tierheimen landen und entsprechend und gut behandelt und versorgt werden und dass alle Hunde am häuslichen und gemeinschaftlichem Leben in der Familie teilnehmen dürfen und nicht in Zwingern und/oder Aussengehegen oder ähnlichem gehalten werden. Im Prinzip also alles Dinge, die für Hundefreunde eigentlich selbstverständlich sind.


  • Warum man auf eine Schutzgebühr nicht verzichten kann:

Die Erhebung einer Schutzgebühr hat mehrere trifftige Gründe. Zum einen soll sie - wie der Name schon sagt - zum Schutz der Hunde da sein. Man will verhindern, dass die Tiere nicht in die Hände von Händlern gelangen, sie günstig “kaufen” und teuer wieder “verkaufen” können. Zum anderen ist gerade der Auslandstierschutz auf diese Gelder angewiesen, um weiter daran arbeiten zu können, den Tieren in Not ein einigermaßen gutes und artgerechtes Auskommen zu ermöglichen. Die Erstversorgung kostet schon einiges an Geld; meistens werden die Hunde in verletztem und erbärmlichen Zustand aufgegriffen. Im Schnitt kostet eine Impfung 40,-€, eine Entwurmungstablette 8,-€, eine Kastration zwischen 200,- und 350,-€ und dann kommt natürlich der Transport dazu, der per Flugpaten zwischen 30,- und 100,-€ kostet, per Landweg etwas günstiger ist. Wie aus diesen “Grundkosten” ersichtlich wird, kann sich hier niemand eine goldene Nase verdienen, wie sich manche Leute denken.

Für alle unsere Hunde ist eine Schutzgebühr von 250,- € zu entrichten.


  • Was passiert mit der Schutzgebühr

Wir versuchen damit sowohl unsere Unkosten als auch die der spanischen Tierschützer zu decken, was meistens ein Ding der Unmöglichkeit ist. Ohne zusätzliche Spenden wäre es uns also nicht möglich, diesen Tieren eine neue Chance auf ein schönes Hundleben zu ermöglichen.